Familien-Mediation


Wenn Menschen sich im familiären Bereich nicht einig sind – bei Trennung, Scheidung, Erbkonflikten, oder Generationskonflikten – benötigen sie häufig konkreten juristischen Beistand, einen Rechtsrat. Daneben liegt möglicherweise der Wunsch vor, sich von der Partnerin/vom Partner nicht im Rahmen einer streitigen Auseinandersetzung zu trennen, sondern dies fair und gerecht in einer für beide Seiten lebbaren Regelung vorzunehmen.

Das Vertrauen in die andere Partnerin/den anderen Partner ist häufig gestört, so dass auch die Sorge besteht, die/der andere könne nur eine für sie/ihn möglichst vorteilhafte Lösung anstreben und die eigenen Rechte unbedacht aufgegeben werden. Häufig fühlt sich auch die eine Partnerin/der eine Partner der anderen/dem anderen in wirtschaftlicher oder emotionaler Weise nicht gewachsen. Dann mag zwar der Wunsch nach einer außergerichtlichen Lösung bestehen, zeitgleich aber auch die Angst, hierbei zu unterliegen.
Andererseits können sich beide Seiten aufrichtig wünschen, nicht in ein gerichtliches Verfahren eintreten zu müssen und eine außergerichtliche Lösung zu finden, doch das Reden miteinander ist einfach nicht mehr möglich.

Selbst dann, wenn gar kein offener Konflikt existiert, können komplexe Situationen vorliegen bzw. rechtliche und emotionale Belange betroffen sein, die eine Lösung schwierig erscheinen lassen; wie beispielsweise das Erstellen eines Testaments oder eines Erbvertrags oder bei häuslichen Veränderungen (z.B. eine Heirat oder Lebenspartnerschaft).

Auch in diesen Fällen bietet sich die Mediation an.

Die Mediatorin/der Mediator wird für beide Seiten gleichermaßen tätig, ist also keiner Partei zugeordnet und zur Neutralität verpflichtet. Ziel der Bearbeitung ist eine Vereinbarung zwischen den Medianden, in der sie alle zu lösenden Fragen regeln.
Aufgabe des Mediators hierbei ist es dafür Sorge zu tragen, dass eine Chancengleichheit zwischen den verhandelnden Personen hergestellt wird, jeder sich im selben Kenntnisstand befindet, aber auch jeder eine Basis findet, seine Interessen selbst wahrzunehmen und zu vertreten. Um dies zu erreichen, wird mit verschiedenen Kommunikationsmitteln gearbeitet.

Auf die Lösung wird in einem fünfstufigen Modell hingearbeitet: Nach dem Abschluss eines Arbeitsbündnisses zwischen den Medianden und der Mediatorin/dem Mediator erfolgt zunächst eine genaue Sachanalyse. Daran schließt sich die Bearbeitung der einzelnen Problemfelder an, die dann, nach entsprechenden Entwurfsbildungen, in einer Gesamtlösung, der Mediationsvereinbarung, zusammengefasst werden.

Je nach Angelegenheit sind im Anschluss an die Mediationsabschlussvereinbarung noch die Ausfertigung weiterer Verträge erforderlich, damit die Rechtsverbindlichkeit erlangt werden kann.

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