Round Table


Der Begriff des „Round Table“ bezeichnete ursprünglich - und noch bis heute - einen international agierenden Service-Club, der sich in Deutschland mit der Gründung des ersten Tisches in Hamburg im Jahr 1952 etabliert hat. Deutschlandweit gehören der überparteilichen und weltanschaulich ungebundenen Vereinigung junger Männer heute ca. 3.500 Mitglieder an, die in 220 örtlichen Clubs organisiert sind. In den letzen Jahren wurde dieser Begriff zunehmend auch verwendet für Gespräche „am runden Tisch“.

Gemeint ist mit einem „Round Table”, dass komplexe Situationen durch eine Gesprächsrunde, die sich aus verschiedenen Fach-VertreterInnen zusammensetzt, umfassend erörtert wird. Dieses Gespräch wird moderiert und dient zunächst dem Sammeln und Austauschen der unterschiedlichen Ansichten und Einschätzungen zu einem speziellen Thema. So soll eine frühzeitige Einbindung Aller gegebenenfalls vom Thema Betroffener erreicht werden, um allen unterschiedlichen Belangen zu diesem Thema frühzeitig Rechnung tragen zu können.

Es sollen hierarchische Strukturen aufgebrochen werden und eine ganzheitliche Betrachtung eines Themas erfolgen, die eine weitestgehend gemeinsame Entscheidung zu diesem Thema ermöglichen.

Bekannt geworden ist diese Form der Bearbeitung auch durch die Fach-Schlichtungs-Gespräche, die von Herrn Dr. Geißler im Rahmen des Bahnprojektes „Stuttgart 21“ (im Herbst 2010) initiiert und moderiert worden waren.

In solchen Verfahren soll mit Transparenz und Offenheit gearbeitet werden, damit frühzeitig sämtliche Beteiligte die Möglichkeit erhalten, alle Argumente der anderen Beteiligten kennen zu lernen, die Quellen, auf die sich bestimmte Ansichten stützen, selbst untersuchen zu können und dann in den Gesprächen alles erörtern zu können. Sinnvollerweise werden alle benötigten Unterlagen vor der Aufnahme der Gespräche der Moderatorin/dem Moderator zur Verfügung gestellt, die/der sich dann um die Weiterleitung an alle anderen GesprächsteilnehmerInnen kümmert. Dies sollte so frühzeitig geschehen, dass eine sinnvolle Auseinandersetzung damit vor der Aufnahme der Gespräche erfolgen kann.

Zu sinnvollen Lösungen kann man dann gelangen, wenn wechselseitig eine „Ergebnis-Offenheit“ vorliegt, also tatsächlich die Interessen aller Beteiligten Gehör und auch bei der Entscheidung entsprechend Berücksichtigung finden können. Liegt eine solche Ergebnis-Offenheit nicht vor - aufgrund wirtschaftlicher oder sonstiger Zwänge - kann zumindest der Austausch erfolgen und möglicherweise eine Modifizierung der individuellen Ansichten, so dass die Beteiligten mit der gefundenen Entscheidung wenigstens konform gehen können.

Die Mittel der Kommunikation sollten auf einer klaren, sachlichen und wahrhaftigen Gesprächsführung basieren. Das bedeutet, um tatsächlich tragfähige Lösungen erreichen zu können, sollten kommunikative und rhetorische Tricks hier nicht eingesetzt werden. Vielmehr werden Kommunikationswerkzeuge verwendet, weelche die Beteiligten bei ihrer Lösungsfindung unterstützen.


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